Yoga in der Schwangerschaft

Yoga ist nicht einfach Yoga, sondern gliedert sich in verschiedene Varianten. Neben dem bekannten Hatha Yoga gibt es weitere Arten wie Ashtanga oder Bhakti Yoga oder moderne westliche Kreationen wie zum Beispiel Power Yoga. Yoga ist nicht nur eine Entspannungstechnik, sondern Impuls eines neuen Lebensstils, ohne jeden missionarischen Eifer. Viel eher lässt es sich als eine Philosophie sehen.

Yoga in der Schwangerschaft?

Bei den zahlreichen begeisterten Yoga-Anhängern fragen sich Frauen gelegentlich während ihrer Schwangerschaft, ob diese Situation nicht ein Anlass wäre, endlich auch einmal Yoga auszuprobieren. Sie erhoffen sich von dem Erlernen der viel gelobten Entspannungsübungen eine günstige Beeinflussung der späteren Geburt. Ihr Körper erhält durch die Übungen neue Geschmeidigkeit. Außerdem beinhaltet Yoga ein mentales Training von Bewusstsein und Gedankenabschalten sowie unterstützenden Atempraktiken. Nach der Geburt wird sich ihr Körper schneller von der Schwangerschaft erholen. Denn Yoga ist mit Sport vergleichbar und der Stoffwechsel wird günstig beeinflusst. Ganz bestimmt sind der Figur die letzten Spuren der Schwangerschaft bald nicht mehr anzusehen und die Extra-Pfunde geschmolzen.`

Aber sind diese Erwartungen nicht doch zu schön, um wahr zu sein? Schließlich sehen manche Übungen ziemlich kompliziert aus. Für eine Schwangere kommen solche Verrenkungen wohl kaum infrage. Dazu gesellt sich die Sorge, dass im Körper Prozesse ausgelöst werden, die dem Ungeborenen schaden könnten. Yoga ist doch geradezu berühmt für seine weitreichenden Effekte.

Yoga-Schwangerenkurs

Einerseits sind tatsächlich nicht alle Yoga-Anwendungen für Schwangere geeignet, andererseits hat Yoga – auch als Übungsprogramm zu Hause – einen äußerst positiven Einfluss auf Schwangerschaft und Geburt. Empfehlenswert ist daher der Besuch eines für Schwangere eingerichteten Kurses. Dort liegen Erfahrungen vor, was Schwangeren aus dem Yoga-Programm besonders gut tut. Vorkenntnisse der Teilnehmerinnen sind nicht erforderlich. Besondere Beachtung finden Yoga-Übungen für den Beckenboden und die Streckung der Wirbelsäule. Die Teilnehmerinnen werden darauf hingewiesen, was sie lieber unterlassen sollten, wie den Atem länger anzuhalten oder im Bauch zu pressen. Während einer Schwangerschaft dehnt sich das Bindegewebe leichter, was die allgemeine Gelenkigkeit verbessert.

Ein gut geführter Schwangerschaftskurs für Yoga beachtet das individuelle Stadium der bestehenden Schwangerschaft. In den ersten drei Monaten kann noch an allen hierfür ausgewählten Übungen teilgenommen werden. Im vierten bis sechsten Monat sind nicht mehr alle Übungen angeraten und die Schwangere muss jetzt stärker auf ihr Wohlbefinden dabei achten. Wenn sie sich immer noch sehr gelenkig fühlt, sollte sie dennoch nichts übertreiben, damit ihre Beckenknochen nicht überfordert werden. In den letzten drei Monaten kommen nur noch wenige Übungen infrage. Zusätzlich sollte die Frau sich mit ihrem Arzt – der auch auf aktuell diskutierte Themen wie den Besuch einer Nabelschnurblutbank und Impfungen von Babies angesprochen werden sollte – oder Heilpraktiker bezüglich des Yoga beraten, da in diesem Stadium doch sehr unterschiedliche Konstellationen der Frauen vorliegen. Es ist zusätzlich verstärkt darauf zu achten, dass die Kindslage nicht verschoben wird. Auf Yoga muss eine Schwangere dennoch nicht verzichten, denn sie kann nun vermehrt meditativ trainieren. Die überaus positive Wirkung von Yoga auf Schwangerschaft und Geburt bestätigt sich immer wieder neu.

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