Larimar – ein Schutzstein für den grauen November

Die Temperaturen fallen, die kalten Winde sind schon da, kaum ist der Sommer vorüber, kommt das Gefühl, sich besser „warm anzuziehen“ für den einziehenden Herbst. Welcher Stein bringt uns gut durch die grauen Nebel, die langen Nächte und die vor uns liegende Übergangszeit? Im letzten Jahr habe ich den Imperial-Topas empfohlen (Newsletter Nr. 28 vom 28.09.2008), heute möchte ich jedoch gerne auf den Larimar verweisen. Ein Stein, der auf ganz andere Weise hilft, dem Herbst zu begegnen und insbesondere im November darin unterstützt, die Nähe der Anderswelt wahrzunehmen – und zu ertragen. Larimar, ein Stein der Offenheit und inneren Stärke.

Der November mit seinen grauen Nebeln ist die Abenddämmerung des Jahres. Es ist der Monat des ZwieLichts, in dem sich Alltag und Anderswelt besonders nahe kommen. Noch heute erinnert Allerheiligen am 1. November an Samhain („Halloween“), den keltischen Jahresbeginn. So wie die Dämmerung eine besondere Zeit zwischen Tag und Nacht darstellt, war auch der beginnende November für die Kelten eine besondere Zeit zwischen den Jahren. Es war die Zeit, mit den Ahnen zu reden und ihrer zu gedenken. Bräuche, die sich bis heute erhalten haben.

Das Licht des Novembers führt unsere Wahrnehmung in besondere Räume. Es ist noch nicht dunkel wie im Winter, doch schwinden bereits die Farben aus der Welt. Alles wird grau. Das Fehlen der Farben verringert den Reiz für extrovertiertes Beobachten, jedoch ist es hell genug, um nicht völlig in der Innenschau zu versinken. So stehen wir mit unserer Wahrnehmung tatsächlich „zwischen den Welten“. Dieser im Jahreslauf einmalige Zustand steigert unsere Sensibilität. Wir werden empfindsamer und auch empfindlicher – für Stimmungen und Atmosphären um uns ebenso wie für Gefühle und Empfindungen in uns. Ahnungen aus unserer Seelentiefe oder von den „Geistern um uns“ tauchen auf. Alles, was wir wahrnehmen, berührt uns tiefer als sonst.

Vielen Menschen ist das Grau des Novembers sowie die Offenheit und Empfindsamkeit dieser Zeit unheimlich. Die besondere Stimmung des Novembers wird dann zur Depression. Die Inspirationen aus den Ahnungen der geistigen Welt werden zu Alpträumen. Es entsteht der Drang, sich zu verschließen oder zu fliehen. Mitunter wiederholt sich auch dies Jahr für Jahr.

Der Stein, der helfen kann, diese beängstigenden Stimmungen zu wandeln, ist der Larimar. Dieser hellblaue Stein aus der Dominikanischen Republik ist erst seit etwas mehr als 20 Jahren im Handel verbreitet. Zwar wird das trikline Silikat – eine hellblaue Farbvarietät des üblicherweise grau-weißen Pektoliths – bereits seit 1974 aus verwittertem Vulkangestein abgebaut, doch schöne Edelsteinqualitäten waren und sind selten. Dennoch entwickelte sich Larimar vor allem bei spirituell suchenden Menschen rasch zu einem begehrten Heil- und Edelstein. Es wurde bekannt, daß er sensibilisiert und die Wahrnehmung verfeinert. Einfühlungsvermögen, Aurasichtigkeit, Telepathie, Fernwahrnehmung – all diese oft brachliegenden Fähigkeiten des menschlichen Geistes können mit Larimar schneller entwickelt werden. Das Gefühl eines freien und weiten geistigen Raums bringt darüber hinaus innere Ruhe in Zeiten schwerer Belastungen, was Nachdenken und kreatives Handeln erleichtert.

Doch was des einen Segen ist, ist des anderen Fluch. Während sich viele Menschen danach sehnen, mehr wahrzunehmen sowie hie und da einen Blick in die Anderswelt zu erhaschen, wird genau dies für viele hellsichtige Menschen zur Plage. Wer ständig Stimmungen, Bilder und eine Vielzahl von Wahrnehmungen von Umwelt und Mitmenschen empfängt, wünscht sich oftmals (vergeblich), einfach nichts mehr zu sehen und zu wissen. Die ungefilterten Eindrücke werden zur Qual. Bekannt ist hier die Aussage des Iren Paddy Flynn auf die Frage von W. B. Yeats: „Hast du je eine Fee oder ähnliche Wesen gesehen?“ – „Und ob!“ antwortete dieser, „die gehen mir echt auf die Nerven“ (W. B. Yeats, Irish Fairy and Folk Tales, Modern Library, New York 1893). Vielfach entsteht dann der Drang, sich zurückzuziehen, zu verschließen und abzuschotten.

Interessanterweise kann Larimar auch in diesem Fall helfen. Er ermöglicht, offen zu bleiben und die Vielzahl der einströmenden Wahrnehmungen besser zu verarbeiten. Rückzug und „Dichtmachen“ erübrigen sich dadurch, vielmehr gelingt es, bei angenehmen wie unangenehmen Eindrücken gleichermaßen ruhig und gelassen zu bleiben. Aus dieser Haltung heraus können wir viele Dinge dann von einer höheren Warte betrachten. Wir bleiben am Geschehen mit allen Sinnen beteiligt, werden jedoch nicht so sehr davon betroffen. Und gerade dadurch bleiben wir handlungsfähig, wenn es not-wendig ist. Daher ist Larimar auch bestens geeignet, die außergewöhnlichen Momente des Novembers zu bewältigen und positiv zu erleben. Er hilft, die besondere Chance zur Vertiefung unserer geistigen Fähigkeiten in dieser Zeit zu nutzen und zugleich depressive Stimmungen in Erleichterung und Gelassenheit zu wandeln. Körperlich löst Larimar außerdem energetische Blockaden im Bereich von Brust, Hals und Kopf. Er regt die Gehirntätigkeit an und stärkt die Selbstheilkräfte, was gerade im Herbst von besonderem Wert ist.

Literatur: M. Gienger / L.S. Miesala-Sellin, Stein und Blüte, Neue Erde 2000 (enthält ein sehr schönes Kapitel zum Larimar)

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)
Loading...
Gienger Michael

Veröffentlicht von

Michael Gienger arbeitet als Autor, Herausgeber, Seminarleiter, Referent und Initiator von »Fair Trade Minerals«. Zahlreiche Publikationen im Bereich der Steinheilkunde. Michael Gienger beseelt ein Wunsch: Beizutragen zu einer lebenswerten Welt voller Glück und Erfüllung sowie zum Wohle aller Wesen!

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Brillie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.