Wege der Ganzwerdung

Ein »neuer« Heilstein: Seraphinit (Klinochlor)

Unter dem Namen „Klinochlor“ ist dieser Stein für Mineraliensammler eigentlich ein Altbekannter. Ein schönes grünes Mineral, oft in faseriger Ausbildung mit dadurch silbrig-seidigem Glanz und häufig radialstrahlig gewachsen, wodurch ein fast „pflanzlicher“ Eindruck entsteht. Ein Stein, der fasziniert und von seinem Aussehen her alle Voraussetzungen mitbringt, um auch ein attraktiver Schmuckstein zu sein. Doch man glaubt gar nicht, wie hinderlich manchmal die Namensgebung sein kann! Zwar wurde der Stein nach der Farbe der ersten Pflanzentriebe („chlorine“) benannt, doch die griechische Bezeichnung klingt für unsere Ohren eher nach dem aggressiven Element „Chlor“ und erinnert irgendwie an „Abflußfrei“. Folglich wollte sich auch kein Mensch „Klinochlor“ um den Hals hängen.

Das Problem wurde von findigen Händlern gelöst, die den schönen Stein, genauer gesagt die feinfaserige Erscheiningsform mit dem silbrigen Seidenglanz, kurzerhand in „Seraphinit“ umbenannten, nach den „Seraphim“, hochstehenden Wesen in der Hierarchie der Engel (vgl. das Buch Jesaja im Alten Testament oder das ägyptische Buch Henoch). Dieser Name war gefällig, was den Schmuckhandel sofort in Schwung brachte und auch in der Steinheilkunde guten Anklang fand. Schöne Exemplare des inzwischen schon sehr beliebten „Seraphinits“ stammen aus Rußland (Region Baikalsee) und sind daher noch immer bei russischen Händlern auf Mineralienbörsen am günstigsten zu beziehen.

Klinochlor (Seraphinit) ist ein Schichtsilikat mit einer chemischen Zusammensetzung ähnlich dem Serpentin, jedoch mit Eisen und Aluminium zusätzlich zum Magnesium. Hier die mineralogischen Daten des Minerals:

Name: Klinochlor („Seraphinit“ ist nur ein Handelsname!)
Formel: (Mg,Fe)5Al[(OH)8|AlSi3O10]
Härte: 2 – 2½
Glanz: Glasglanz, Perlmuttglanz, Seidenglanz (faserig)
Farbe: schwarzgrün, bläulichgrün, weiß, gelblichgrün, olivgrün
Strich: weiß
Dichte [g/cm3]: 2,6 – 2,8
Spaltbarkeit: sehr vollkommen nach [001]
Kristallsystem: monoklin, Kristalle blättrig, pseudohexagonal
Entstehung: metamorph (tertiär)
Vorkommen: in Chlorit- und TalkschiefernDoch wie steht es nun um die Heilwirkung dieses Minerals? Die Ähnlichkeit zum Serpentin war für kundige Steinheilkundler (auch ohne Kenntnis der mineralogischen Daten) schnell spürbar, auch, daß der Stein etwas anregender ist als Serpentin (vermutlich auf das Eisen zurückzuführen). Doch viel mehr gab der Stein zunächst nicht preis. In größeren Mengen kam er ungefähr zeitgleich mit dem Ozeanachat auf den Markt, doch während dieser sofort in die Top 10 der Heilsteine aufstieg, war der Klinochlor/Seraphinit nicht so schnell zu entschlüsseln. In den letzten Jahren erreichten mich zu keinem Stein so viele Anfragen wie zu diesem, so daß ich froh bin, endlich erste Antworten geben zu können. Hier nun ein erstes, sicher noch lange nicht endgültiges steinheilkundliches Portrait dieses Steins mit den Wirkungen wie immer auf geistiger (G), seelischer (S), mentaler (V = Verstand) und körperlicher (K) Ebene:(G): Kreativität, Entschlossenheit, Bereitschaft, sich Herausforderungen zu stellen; innere Sammlung, Durchsetzungskraft, Kontaktbereitschaft; Offenheit für Neues.

(S): Hilft, sich aus alten Mustern herauszuschälen, um offen für Neues zu werden; stärkt Mut, Selbstbewußtsein, Belastbarkeit und Leistungsvermögen und bringt zugleich Ausgeglichenheit, Geborgenheit und inneren Frieden; hilft, mit sich selbst und anderen „ins Reine zu kommen“, Leidensprogramme aufzulösen (es muß nicht alles hart und schwer erkämpft sein!) und verbessert die Streßbewältigung. Macht ruhig und stabil, aber bereit zur Wandlung und Entwicklung.

(V): Verbessert die Fähigkeit zur Problem- und Konfliktlösung, indem zugleich die Konfrontationsbereitschaft erhöht, aber auch die Fähigkeit zur Versöhnung und zum Schließen konstruktiver Kompromisse verbessert wird; fördert Achtsamkeit, Wahrnehmung, Auffassungs- und Lernvermögen, hilft jedoch, sich bei Überbeanspruchung auch zurückzuziehen, abzuschalten und ggf. zu verschließen; bringt Klarheit und fördert schnelleres, logisches Denken.

(K): Wirkt leber- und nierenstärkend, hilft bei Übersäuerung und fördert Entgiftung und Stoffwechsel (höherer Grundumsatz); stärkt dadurch auch die körperliche Leistungsfähigkeit, hilft abzunehmen und verbessert das Körpergefühl. Wirkt in den meisten Fällen beruhigend (Magnesiumgehalt), macht manche Menschen jedoch nervös und unruhig (Eisengehalt?) – die genauen Modalitäten sind in diesem Punkt noch ungeklärt.

Die hier vorgestellten Heilwirkungen und Indikationen basieren auf einer Auswertung eigener Beobachtungen und Erfahrungen, verschiedener Anwenderberichte von Laien und Therapeuten sowie auf dem Testergebnis des Forschungsprojekts des Steinheilkunde e.V. Vor allem letzterem Projekt, an dem derzeit 70 Forschungsgruppen beteiligt sind, sind die Grundlagen zu verdanken, die zum „Zusammenpuzzlen“ verschiedenster Beobachtungen und Berichte aus einem Zeitraum von fünf Jahren notwendig waren. Dafür allen Beteiligten des Forschungsprojekts herzlichen Dank!

Mehr zum Forschungsprojekt des Steinheilkunde e.V. finden Sie im Internet unter: http://www.steinheilkunde-ev.de/pi1041875215.htm?categoryId=2 – hier Seminare zur Steinheilkunde und hier zu Fair Trade Minerals.

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Gienger Michael

Veröffentlicht von

Michael Gienger arbeitet als Autor, Herausgeber, Seminarleiter, Referent und Initiator von »Fair Trade Minerals«. Zahlreiche Publikationen im Bereich der Steinheilkunde. Michael Gienger beseelt ein Wunsch: Beizutragen zu einer lebenswerten Welt voller Glück und Erfüllung sowie zum Wohle aller Wesen!

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Der Stein hat mich heute gefunden und ich bin überrascht über die Heileigenschaften. Genau das brauche ich in meiner jetzigen Lebensphase. Wunderbar! Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung!

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