Serpentin mit Stichtit – Erfahrungsbericht bei Bruxismus

Auch dieser Bericht traf ein, während ich gerade dabei war, den vorliegenden Newsletter zu verfassen. Diesmal telefonisch, so daß ich in meinen Worten weitergebe, was mir von einer 42jährigen Frau nach einem über 20jährigen Leidensweg mit Bruxismus mitgeteilt wurde.

Doch zunächst: Was ist Bruxismus? Bruxismus bedeutet „Zähnepressen“ oder „Zähneknirschen“ (griechisch „brygmos“ = „Knirschen“). Der Begriff wird manchmal für beide Formen dieser „Bewegungsstörung“ des Kiefers verwendet, im engeren Sinne steht er jedoch für das „Zähnepressen“. Und darum geht’s auch im folgenden Bericht.

Hintergrund des Zähnepressens, bei dem die Kaumuskulatur unbewußt (meist im Schlaf) so stark angespannt wird, daß ein Druck von 100 kg pro Quadratzentimeter (!) auf die Zähne einwirkt, ist in der Regel eine starke innere Spannung. Diese Spannung kann wiederum durch Streß verursacht sein („man/frau beißt sich durch“), durch seelische Belastungen (oft nicht ausgelebte, ohnmächtige Aggression), durch starken Leidensdruck (als Folge anderer Erkrankungen) u.ä. Bestimmte Medikamente (z.B. Amphetamine und Psychopharmaka), Kaffee, Rauchen und Alkohol können zusätzlich verschlimmern. Besonders häufig tritt Bruxismus bei Frauen zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf.

Die Folge sind Zahnschäden (abgeschliffene Zähne, keilförmige Defekte am Zahnhals, gelockerte Zähne), verspannte und schmerzhafte Kaumuskeln (insbesondere nach dem Erwachen am Morgen), schlechter Schlaf und dadurch chronische Erschöpfung, Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus und sogar Trigeminus-Neuralgien (ein sehr schmerzhafter Reizungszustand des 5. Gesichtsnervs). Doch auch der gesamte restliche Körper kann vom Bruxismus in Mitleidenschaft gezogen werden: Über die Muskulatur von Hals und Nacken kann die Verspannung „abwärts wandern“ und zu chronischen Verspannungen, Fehlhaltungen und Gelenkbeschwerden bis hinab zu Hüfte, Knien und Füßen führen. Durch den schlechten Schlaf verringert sich zudem die Regenerationsfähigkeit des Körpers, das Leistungsvermögen sinkt, das Immunsystem wird geschwächt, die Infektanfälligkeit erhöht sich. Ebenso nehmen seelische Beschwerden zu, allen voran die Depression. Ein Teufelskreis, der umso mehr „hinab“ führen kann, je stärker die Beschwerden sind und je länger sie anhalten.

Zahnmedizinisch wird dem Bruxismus mit entlastenden Zahnschienen begegnet, welche die mechanischen Schäden der Zähne verringern und die Kaumuskulatur etwas entlasten. Darüber hinaus werden Entspannungsmassagen empfohlen sowie Sport, Yoga oder Autogenes Training. Die individuellen Ursachen selbst sind häufig allerdings erst durch psychotherapeutische Hilfe erreichbar und lösbar, da sie in der Regel vollkommen unbewußt sind. Allerdings bleibt das körperliche Zähneknirschen oder Zähnepressen oft auch nach der seelischen Lösung bestehen, wie ein körperlich eingespeicherter Mechanismus, der sich als „Automatismus“ einfach fortsetzt. An dieser Stelle können Heilsteine oftmals helfen, insbesondere magnesium- oder lithiumhaltige. Magnesium wirkt stets entspannend, Lithium nervenberuhigend. Bekannt waren daher als hilfreiche Heilsteine vor allem Magnesit sowie Sugilith und Kunzit (vgl. „Heilsteine Hausapotheke“, Neue Erde Verlag, Saarbrücken 2004).

Aber all diese Maßnahmen (incl. den genannten Heilsteinen) hatten in diesem 20jährigen Leidensweg keinerlei Linderung gebracht. Doch genaueres nun im folgenden Bericht (Gedächtnisprotokoll nach dem Telefonat):

„Der Bruxismus hatte bei der 42jährigen Mutter von drei Kindern (zwei älteren und einem zweijährigen Nachzügler) bereits im Alter von etwa 20 Jahren begonnen bzw. wurde damals bei einer Freizeit von einer Zimmernachbarin bemerkt. Der Betroffenen selbst war es (typisch für das Anfangsstadium) zunächst gar nicht aufgefallen. Doch bald schon stellten sich die charakteristischen Beschwerden ein: Morgendliche Verspannung und Muskelkater der Kaumuskeln und Kopfschmerzen machten den Anfang, wobei die Kopfschmerzen wiederum zusätzlichen Druck und Spannung verursachten, was das ganze verschlimmerte: Das Zähnepressen in der Nacht wurde noch intensiver, die Kopfschmerzen chronisch.

Die zahnärztliche Therapie brachte nichts. Der Druck beim nächtlichen Zähnepressen war so extrem hoch, daß zwei Zahnschienen nacheinander am Morgen zerbissen waren. Im Laufe der Jahre nahmen die Beschwerden kontinuierlich zu: Die Verspannungen eroberten Schritt für Schritt den ganzen Körper, zuerst in Form von Nacken- und Rückenbeschwerden, dann als Gelenkbeschwerden, schließlich sehr ausgeprägt als Kniebeschwerden. Die Kopfschmerzen wurden zur Migräne und schließlich kam auch die Trigeminus-Neuralgie hinzu, mit immer wieder einschießenden Schmerzattacken sowie nach und nach immer andauernderen Schmerzen.

Dennoch stellte sich die junge Frau ihren Lebensaufgaben, bewältigte ihren Beruf als Pharmazeutin und ihren Haushalt und zog zwei Kinder groß. Nach einem drei Jahre zurückliegenden, sehr schmerzhaften seelischen Erlebnis und wieder steigender Alltagsbelastung durch das dritte Nachzügler-Kind, wurde der Zustand jedoch endgültig unerträglich: Die extremen Kopfschmerzen wurden zum Dauerzustand, Schlafen wurde immer schwieriger, ja fast unmöglich, die daraus entstehende chronische Erschöpfung machte die Alltagsbewältigung zum Alptraum und zu einem Zustand permanenter Überforderung. Die Schmerzen ergriffen den ganzen Körper, der Dauerkopfschmerz wurde zu einem andauernden Ganzkörper-Schmerz. Alle Therapie-Versuche schulmedizinischer und naturheilkundlicher Art scheiterten, was die zunehmende Depression und Verzweiflung nur noch schürte. Das Leben selbst wurde unerträglich.

Auch Heilsteine (Magnesit und Sugilith) hatten nichts genützt. Dennoch hatte sie eines Tages den aus Verzweiflung geborenen Impuls, einen Steineladen aufzusuchen. Die Inhaberin dort öffnete gerade eine Schublade, in der leuchtend grüne Steine mit rotvioletten Flecken zu sehen waren: Serpentin mit Stichtit. Obwohl der Laden voller Steine war, fühlte sie sich sofort sehr intensiv zu genau diesen Steinen hingezogen. Im Bruchteil einer Sekunde war der Gedanke da: Das ist es! Sie bestand darauf, sich sofort einen Stein aus dieser Schublade auszusuchen, fand einen gebohrten Trommelstein, kaufte ihn, und hängte ihn an einem Band um. Und nun geschah das absolut unerwartete:

Nach über 20jährigem Leiden verschwand das nächtliche Zähnepressen schon in der ersten Nacht und mit ihm nach wenigen Tagen alle Folgebeschwerden: Kein Kopfweh, keine Glieder- und Gelenkschmerzen mehr, selbst die Trigeminus-Neuralgie verschwand spurlos. Sie konnte wieder durchschlafen, die nächtliche Erholung kam wieder, die Erschöpfung wich. Das gesamte Leiden war vorüber, die Last von den Schultern, die Depression verschwand. Die Stimmung hob sich, das Leben war plötzlich wieder lebenswert. Ein Alptraum schien verflogen – und kehrte gottseidank nicht wieder! Innerhalb einer Woche waren alle Beschwerden verklungen, nach einer weiteren Woche war ihr vom Gefühl her sicher, daß es keine Rückkehr geben würde, und als der Zustand darüber hinaus anhielt, kam die Begeisterung und der große Wunsch, diese Erfahrung weiterzugeben, bekannt zu machen, vielen Menschen von dieser ungeahnten Wirkung zu erzählen und Leidensgenossinnen Mut zu machen, nicht aufzugeben, sondern auf Heilung zu hoffen und alle Wege auszuprobieren, auch die Heilsteine und insbesondere den Serpentin mit Stichtit!“

Aus dieser Begeisterung heraus griff sie zum Telefonhörer und rief mich an, just in dem Moment, als ich vor dem Inhaltsverzeichnis dieses werdenden Newsletters saß und mir überlegte, ob und welchen Stein ich in diesem Newsletter besprechen sollte. Wirklich genau in dieser Minute! Da ich ohnehin nicht an „Zufälle“ glaube, nahm ich den Anruf als Zeichen und den Bericht in den Newsletter auf. Wie gesagt, als Gedächnisprotokoll, aber mit dem Versuch, nicht nur die Information, sondern auch die übermittelte Emotion aufzufangen. Selbst durchs Telefon hindurch war diese enorme Erleichterung und Befreiung von einer jahrzehntelangen Last spürbar, ebenso die Begeisterung und der ehrliche Wunsch, mit dieser Nachricht möglichst vielen Menschen zu helfen. Daher gebe ich dies auch von Herzen gerne weiter.

Im folgenden Gespräch wurde mir allerdings noch eines deutlich, das ich gerne anfügen möchte, um Mißverständnisse zu vermeiden und den Serpentin mit Stichtit nicht zum „Wunderstein“ hochzustilisieren. Einige Wochen vor der „wundersamen Heilung“ war es ihr nämlich mit therapeutischer Hilfe gelungen, das drei Jahre zurückliegende, extrem belastende seelische Erlebnis aufzuarbeiten und zu lösen. Damit war eine geistige Lösung bereits vollzogen, was sich auf die körperlichen Beschwerden allerdings überhaupt nicht bessernd auszuwirken schien, im Gegenteil, die wurden in den folgenden Wochen eher noch schlimmer.

Genau das ist aber ein Phänomen, das in der Naturheilkunde schon lange als „Heilungskrise“ bekannt ist: Gerade dann, wenn ein Konflikt gelöst ist und die innere Spannung nachläßt, wird der körperliche Ausdruck oft besonders extrem. Es ist wie ein brechender Staudamm: Die zurückgehaltene Energie schafft sich wieder Bahn und richtet dabei gerade „Verheerungen“ an: Schmerzen, Krankheit, körperliche Beschwerden, seelisches Auf und Ab. Alles bricht auf, was vorher „festgehalten“ war. Selbst Krebs manifestiert sich häufig in genau diesen Phasen. Im Grunde ist es ein Prozeß, der nach dem Aufbrechen einer krankmachenden Struktur durch das Chaos zur Neuordnung führt.

In diesem Fall ist das Chaos aber ein „Gefahrenzustand“, der zu großen gesundheitlichen Krisen führen kann, wenn das „abfließende“ Konfliktpotential zu groß war. In diesem Fall helfen nur Maßnahmen, die a) den Abbau der alten Struktur erleichtern, b) den Abfluß der freigewordenen Energie verbessern und c) helfen, die „richtige“ Neuordnung zu errichten, d.h. eine ganzheitliche, gesunde, Körper, Seele, Verstand und Geist integrierende Ordnung zu finden. Solche Maßnahmen können eine therapeutische oder beratende Begleitung, ein passendes homöopathisches Konstitutionsmittel und vieles mehr sein, das kommt auf den einzelnen Fall an. Hier war es offensichtlich ein Heilstein: Serpentin mit Stichtit.

Langer Rede kurzer Sinn: Ob Serpentin mit Stichtit geholfen hätte, wenn der aktuell maßgeblich belastende Konflikt noch nicht gelöst worden wäre, ist fraglich. Ich würde es aus meiner Erfahrung heraus sogar bezweifeln. Doch für die Konfliktlösungsphase mit ihren Risiken und Gefahren sowie den dabei verschlimmernden Symptomen war er ganz offensichtlich genau der richtige Stein. Als magnesiumhaltige Mineralien (Stichwort Magnesium: „Entspannung“!) sind sowohl Serpentin (Magnesiumsilikat) als auch der durch Umwandlung daraus entstehende Stichtit (Magnesiumcarbonat) stark spannungslösende Steine, welche die o.g. drei Punkte in Konfliktlösungsphasen positiv beeinflussen. Möglicherweise war Serpentin mit Stichtit genau deswegen der „Treffer“.

Beim Stichtit ist allerdings bereits mehrfach ein Bezug zu Beschwerden der Zähne und des Zahnumfelds beobachtet worden. In meinem Newsletter Nr. 21 (November 2007) veröffentlichte ich den Bericht eines anderen Falles, in dem Stichtit selbst stärkste Zahnschmerzen beseitigt hatte. Seither konnte ich die spannungs- und schmerzlösende Wirkung dieses leider seltenen Minerals häufig beobachten. Insofern war der Serpentin mit Stichtit aus steinheilkundlicher Sicht absolut passend, wenn auch der betroffenen Frau nicht bekannt. Doch zum Glück gibt es ja die Intuition! Insofern möchte ich den Stein zur Anwendung in ähnlichen Fällen sehr empfehlen – und freue mich auf alle weiteren Rückmeldungen…

Zum Abschluß dieses Berichts möchte ich gerne die Kurzfassung zur Heilwirkung des Stichtits aus meinem Newsletter Nr. 21 zitieren. Die schon damals festgehaltenen Wirkungen lesen sich nach dem obigen Bericht noch einmal in einem ganz anderen Licht! – Hier das unveränderte Originalzitat von November 2007:

„Stichtit hilft bei aufgebrachtem Gemüt, bringt inneren Frieden und emotionale Offenheit, fördert die Entspannung und Lösung von Muskelkrämpfen und hilft bei Übersäuerung, Sodbrennen und Magenbeschwerden. Er verbessert die Geschmeidigkeit von Muskulatur, Bindegewebe und Haut und trägt zur Linderung von Entzündungen und rheumatischen Beschwerden bei. In der Astrologie wird er der Jungfrau und Waage zugeordnet.“

Kleine mineralogische Ergänzung: Stichtit ist ein basisches, rosa bis violettes magnesiumhaltiges Mineral (Mg6Cr2[(OH)16/CO3] • 4 H2O), das als Umwandlungsprodukt von chromithaltigen Serpentinitgesteinen entsteht. Stichtit findet sich daher oft als rosa-violetter Einschluß in intensivgrünem Serpentin („Serpentin mit Stichtit“).

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Gienger Michael

Veröffentlicht von

Michael Gienger arbeitet als Autor, Herausgeber, Seminarleiter, Referent und Initiator von »Fair Trade Minerals«. Zahlreiche Publikationen im Bereich der Steinheilkunde. Michael Gienger beseelt ein Wunsch: Beizutragen zu einer lebenswerten Welt voller Glück und Erfüllung sowie zum Wohle aller Wesen!

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