Entschleunigende Heilsteine

Hier möchte ich gerne das Thema „Entschleunigung“ noch einmal aufgreifen. Natürlich gibt es auch Heilsteine, die uns darin unterstützen, zu „entschleunigen“, d.h. zur Ruhe zu kommen, zu entspannen, unsere inneren Bedürfnisse wahrzunehmen, bei uns zu bleiben und unseren Alltag mit mehr Gelassenheit zu meistern. Schließlich kommt es ja, wie eingangs angedeutet, nicht nur darauf an, WAS wir tun (viel oder wenig Arbeiten), sondern WIE wir es tun:

Aus welcher Haltung, in welchem Tempo, mit welcher Achtsamkeit und in welcher Verfassung. Hier können Heilsteine ansetzen, aber natürlich ersetzen sie keine aktiv von uns herbei geführte Lebensveränderung, sie unterstützen diese nur. In diesem Sinne möchte ich daher die folgenden Empfehlungen verstanden wissen. Nur dann machen sie Sinn:

MAGNESIT: Einfach mal runterkommen! Magnesit wirkt beruhigend und entspannend (kein Wunder, wie der Name sagt, enthält er Magnesium) und lindert Nervosität, Ängstlichkeit und Gereiztheit. Er macht geduldig und erhöht die seelische Belastbarkeit, doch das Wichtigste ist: Magnesit fördert eine lebensbejahende Gesinnung und hilft, sich anzunehmen und zu lieben. Und genau das ist es, was uns häufig fehlt, wenn wir uns durch eigene Leistungsansprüche selber quälen. Magnesit bietet daher viel mehr als einfach „nur“ loszulassen. Er hilft, tatsächlich bei uns selbst anzukommen…

SERPENTIN: Es ist genug! Wenn uns alles zuviel wird, ist es möglicherweise Zeit für Serpentin. Auch der macht’s leichter, loszulassen und zu entspannen (er enthält ebenfalls Magnesium), doch hilft er zugleich auch, sich abzugrenzen (Serpentin ist ein Schichtsilikat), Freiräume zu schaffen, zu wahren und notfalls zu verteidigen (es ist erstaunlich, wie viele Menschen sofort mit ihren Anliegen auf der Schwelle stehen, wenn wir einmal frei haben). Daher war Serpentin auch DER Schutzstein in Europa, ehe der Türkis kam. Und er gilt auch zurecht als guter Meditationsstein und als Stein für den inneren Frieden.

AMETHYST: Mit sich selbst ins Reine kommen. Auch Amethyst gilt ja als Stein des inneren Friedens, doch „befriedet“ er nicht einfach, sondern hilft, den Ursachen des inneren Unfriedens auf die Spur zu kommen. Insbesondere jenen Dingen, die uns unzufrieden mit uns selbst machen (Stichwort „schlechtes Gewissen“), die uns Kummer und Sorgen bereiten, die uns permanent beschäftigen und daher in ständiger Unruhe halten. Amethyst bringt all diese Dinge ins Bewußtsein (falls im Wachbewußtsein nicht genug Raum ist, auch in die Träume) und wirkt so klärend und befreiend. Kommen wir dadurch (evtl. nach einer gewissen Erstverschlimmerung) mit uns selbst ins Reine, folgt der innere Frieden und die Entschleunigung.

ROSENQUARZ: Sich selbst spüren. Rosenquarz wird gerne als das softe „Wellness-Steinchen“ betrachtet, das ein bißchen mehr Wohlbefinden verschafft. Das ist zwar durchaus richtig (und nützlich zur Entschleunigung), aber im Rosenquarz steckt noch mehr: Er läßt uns nämlich die eigenen Bedürfnisse spüren – und zwar insbesondere jene, die wir übergangen haben. Sollten wir z.B. dazu neigen, unser Ruhebedürfnis zu übergehen, dann kann sein, daß Rosenquarz uns ruckzuck zum Gähnen bringt und den versäumten Schlaf einfordert. Doch nicht nur das, auch andere übergangene Bedürfnisse bringt er ans Licht – nach Nähe, nach Bewegung, nach Muße, nach Genuß, je nachdem. Daher eignet er sich auch ganz hervorragend, wenn wir nicht so recht wissen, was wir mit unseren Freiräumen anfangen sollen. Rosenquarz läßt’s uns spüren…

AVENTURINQUARZ GRÜN: Sorglosigkeit und Unbeschwertheit. Grüner Aventurinquarz gilt als Stein für guten Schlaf (was ihn sehr wertvoll bei beginnendem Burnout macht, denn da wird der Schlaf gewöhnlich schlechter!), doch auch in ihm steckt wesentlich mehr: Denn grüner Aventurinquarz hilft uns, zu erkennen, WAS uns glücklich und unglücklich macht. Das klingt vielleicht banal, doch wissen Sie, wenn Sie sich nicht glücklich fühlen, immer, warum das so ist? Ich nicht. Oft fehlt uns nämlich schlicht die Sensibilität, genau wahrzunehmen, wann eine Stimmung kippt, wann wir uns nicht mehr wohl fühlen, wann wir beginnen, uns anzustrengen, oder wann wir anfangen, nicht mehr das Leben zu leben, das wir eigentlich leben wollen. Grüner Aventurinquarz bringt ein besseres Empfinden für diese „feinen Abweichungen“ und da es an diesen Anfangspunkten oft noch eine Kleinigkeit ist, den Kurs wieder zu korrigieren, gilt grüner Aventurinquarz auch als Stein der Selbstbestimmung.

BERNSTEIN: Sorglosigkeit, Glück und Fröhlichkeit. Bernstein ist DER Stein, der uns hilft, ein entschleunigtes Tempo richtig zu genießen. Schließlich stammt er aus warmen Regenwäldern, in denen man/frau auf der faulen Haut liegen konnte, weil sowieso alles von alleine wuchs. Wozu dann bitteschön anstrengen? Sollten wir das trotzdem versuchen (uns anzustrengen), kann Bernstein uns gnadenlos herunterbremsen. Dann „harzt“ plötzlich alles, nichts geht voran, und wir tun tatsächlich am besten daran, alles liegenzulassen und relaxt auf den richtigen Zeitpunkt zu warten (nicht vergessen: Bernstein ist amorph!). Ist dieser gekommen (meist wenn wir endlich entspannt und gelassen genug sind), dann bringt Bernstein wieder in Fluß und wir können mit der Sonne im Bauch freudig durchs Leben gehen. Apropos Leben: Bernstein fördert die Natürlichkeit, den Einklang mit den Lebensrhythmen und die Verbundenheit mit der Natur. Das ist in unserer technisierten Welt natürlich ein Segen und eine große Hilfe, gar nicht erst in selbstzerstörerische Vorgänge zu geraten.

 

Es könnte noch eine ganze Reihe weiterer entschleunigender Steine genannt werden: Azurit-Malachit, Chrysokoll, Kunzit, Lepidolith, Moosachat, Pinkopal, Türkis u.a. (Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Doch die obigen sechs Steine berühren die Kernpunkte, die zur Entschleunigung wichtig sind. Probieren Sie diese doch einmal aus. Aber bitte daran denken: Nur wenn Sie sich tatsächlich Freiräume schaffen und Ihr Tempo bewußt drosseln, machen die Steine Sinn. Viel Spaß damit!

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Gienger Michael

Veröffentlicht von

Michael Gienger arbeitet als Autor, Herausgeber, Seminarleiter, Referent und Initiator von »Fair Trade Minerals«. Zahlreiche Publikationen im Bereich der Steinheilkunde. Michael Gienger beseelt ein Wunsch: Beizutragen zu einer lebenswerten Welt voller Glück und Erfüllung sowie zum Wohle aller Wesen!

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