Grüner Aventurinquarz ist metamorph

Doch nun zur Steinheilkunde. Ich hoffe, ich habe Sie nicht zu lange hingehalten und Ihre Geduld übermäßig strapaziert. Falls doch, kann ich den grünen Aventurinquarz empfehlen. Der macht geduldig, baut Aggressionen ab, läßt Ärger, Sorgen und Nervosität schwinden, beendet das Kreisen der Gedanken und hilft, friedlich und entspannt einzuschlafen. Diese Wirkungen sind beim grünen Aventurinquarz schon lange bekannt – und standen immer im Widerspruch zu der Annahme, daß die im Handel befindlichen Steine magmatischer Entstehung wären (die auch ich geteilt habe, das gebe ich zu!). Magmatische Steine sind eher an- bis manchmal aufregend, bringen Spannung und Aktivität und regen die Kreativität an. Nun ja, nicht immer, Ausnahmen (wie z.B. Amethyst) bestätigen die Regel, und als solche „Ausnahme“ wurde bisher auch der grüne Aventurinquarz verbucht.

Bei der Recherche für die Überarbeitung des Lexikons der Heilsteine hat sich nun gezeigt, daß der im Handel befindliche grüne Aventurinquarz praktisch ausschließlich metamorpher Entstehung ist (dafür ein herzliches Dankeschön an Dr. Andy Stucki aus Winterthur). Er entsteht gesteinsbildend bei der Metamorphose quarzreicher Sandsteine, die mit Chrom angereichert waren. Wichtige Vorkommen dieser Art sind in Brasilien (Minas Gerais), Indien, Rußland und Zimbabwe. Grüner Aventurinquarz kann zwar auch magmatisch oder sedimentär gebildet werden, doch spielen diese Vorkommen im Handel keine Rolle. Was wir üblicherweise in Händen halten, ist metamorph.

Das paßt auch viel besser zur Wirkung des grünen Aventurinquarzes, denn metamorphe Steine haben mit den Themen „Beenden“ und „Loslassen“ zu tun. Und dabei ist grüner Aventurinquarz eine große Hilfe: Den Tag gut zu beenden, dann loszulassen und gut einzuschlafen und durchzuschlafen – das ist seine Stärke. Kleiner Tipp dazu: Es nützt oft wenig, ihn dafür nur unters Kopfkissen zu legen. Besser wirkt er, wenn man/frau ihn ab Sonnenuntergang trägt, da er dann auch hilft, den Tag (geistig) aktiv zu beenden, wodurch man/frau beim Einschlafen besser loslassen kann. Eine kleine Meditation am Abend oder ein Spaziergang tut ein übriges dazu.

Wenn Sie noch mehr über die grundlegenden Wirkungen magmatischer und metamorpher Heilsteine erfahren wollen: Das finden Sie in meinem Buch „Die Steinheilkunde“ (Neue Erde Verlag, Saarbrücken 1995) im Kapitel „Die Entstehung der Mineralien“ (Seite 17 – 41).

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Gienger Michael

Veröffentlicht von

Michael Gienger arbeitet als Autor, Herausgeber, Seminarleiter, Referent und Initiator von »Fair Trade Minerals«. Zahlreiche Publikationen im Bereich der Steinheilkunde. Michael Gienger beseelt ein Wunsch: Beizutragen zu einer lebenswerten Welt voller Glück und Erfüllung sowie zum Wohle aller Wesen!

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