Breuß-Massage

Geschichte

Die Breuß-Methode wurde von dem Österreicher Rudolf Breuß (1899-1990) entwickelt. Es handelt sich um eine feinfühlige, energetisch-manuelle Rückenmassage, die sanft seelische und körperliche Verspannungen lösen kann. Rudolf Breuß war ein Naturheilkundiger und Volksmedizin-Experte mit sehr viel Erfahrung. Er ist bekannt geworden durch seine „42 Tage Saft-Fastenkur“ bei Leukämie und Krebs, mit der er sehr erfolgreich war.

Grundlage

Er war der Meinung, dass den meisten Menschen mit Bandscheibenschäden und sonstigen Rückenproblemen auch schmerzlos und ohne Operationen geholfen werden könne. Im Gegensatz zur schulmedizinischen Lehrmeinung war Rudolf Breuß davon überzeugt, dass in den meisten Fällen eine Regeneration der Bandscheiben möglich ist. Sein Ansatz war, dass es keine „verbrauchten“ beziehungsweise „abgenutzten“ sondern lediglich „degenerierte“ Bandscheiben gibt. Denn dann müssten ja unsere Fingergelenke zuerst von der Abnutzung betroffen sein. Jedes Gewebe unseres Körpers, das aus vielen einzelnen Zellen besteht, unterliegt einem ständigen Ab- und Aufbau, so auch die Knochen und Bandscheiben. Wenn nun aus verschiedenen Gründen der Aufbau langsamer vor sich geht als der Abbau, so kann aus diesem Ungleichgewicht heraus die Bandscheibe oder der Faserring spröde werden, was auf Dauer zu diversen Rückenproblemen führt.
Er benutzte folgenden Vergleich: Wenn man auf einen Schwamm ein 50-Kilo-Gewicht legt, ist dieser nach einigen Wochen nur noch eine dünne Platte. Legt man ihn jedoch wieder ins Wasser, dann kann der Schwamm sich wieder bis zu seiner ursprünglichen Größe auffüllen. Aus diesen Überlegungen und Erkenntnissen entwickelte er die nach ihm benannte Massage. Das gleiche wie mit dem Schwamm geschieht bei der Breuß-Massage mit wärmendem Johanneskrautöl oder mit einer anderen tiefenwirksamen Ölmischung.

Massage

Zu Beginn wird die Wirbelsäule durch sanfte Massage am Kreuzbein entspannt und leicht gestreckt. Hier können Verspannungen und Verkantungen in diesem Bereich gelöst und korrigiert werden. Anschließend wird die ganze Wirbelsäule sanft gedehnt, dadurch die Zwischenwirbelscheiben „belüftet“ und das Öl zur Regeneration von Nervensträngen und unterversorgten, beziehungsweise deformierten Bandscheiben einmassiert. Auch kleine Fehlstellungen der Wirbel können dabei sanft und schmerzfrei behoben werden. Zum Abschluss wird der Rücken mit einem Seidenpapier zum Magnetisieren und einem Tuch zugedeckt und energetisch ausgeglichen.
Durch diese Massage wird die Wirbelsäule gestärkt und gestaute Energie wird in diesem Bereich wieder ins Fließen gebracht. Wenn man berücksichtigt, dass sich die ganzen Nervenstränge und auch der Hauptenergiekanal (Meridian) im Bereich der Wirbelsäule befinden, die sich von dort aus in den ganzen Körper verzweigen, wird klar, warum diese Massage zur Vorsorge für eine gesunde Wirbelsäule, zur allgemeinen Entspannung und ganzheitlichen Vorbeugung und Regeneration so ideal ist. Sie kann beliebig oft angewendet werden.
Die Breuß-Massage dauert circa eine Stunde und die Kosten liegen im Bereich zwischen Euro 30,00 und Euro 50,00 je nach Anbieter und Dauer. (Manche bieten nur eine etwa halbstündige Massage an.)
Meist wird die Breuß-Massage in Kombination mit der Dorn-Wirbelsäulentherapie überwiegend von Heilpraktikern angeboten, da sich diese beiden Therapien ebenfalls ideal ergänzen. Bei erheblichen Wirbelsäulenproblemen, starken Schmerzen, sehr fester Muskulatur beziehungsweise schwer verschiebbaren Wirbeln, ist die Breuß- Massage eine ideale Vorbereitung für die nachfolgende Dorn-Methode oder als Entspannung danach. Das Besondere bei diesen beiden Methoden ist, dass sie nicht nur „mit dem Kopf“, sondern vor allem mit den Händen lernen muss, da es hier vor allem auf Einfühlungsvermögen in Verbindung mit den intuitiv richtigen Handgriffen ankommt. Sie kann aber selbstverständlich auch als ergänzender Abschluss nach der Anwendung vieler anderer Verfahren eingesetzt werden.

Gegenanzeigen

Die Breuß-Massage darf in folgenden Fällen nicht angewandt werden:

  • Menschen mit so genannten „Gleitwirbeln“
  • Absplitterungen an der Wirbelsäule
  • Tumore
  • Entzündungen
  • Osteoporose (hier gibt es jedoch unterschiedliche Auffassungen und wenn, dann nur von Heilpraktikerin/Ärzten, die erfahrene Dorn-/ Breuß-Therapeuten sind, angewendet werden)

Grundsätzlich ist für alle Methoden gültig, dass diese immer nur so gut sind, wie derjenige, der sie anwendet. Darüber hinaus sind insbesondere bei energetischen Methoden sensitive Hände und viel Einfühlungsvermögen eine wichtige Voraussetzung.

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Regler Sylvia-Manuela

Veröffentlicht von

Jahrgang 1960, seit 1998 mit Reiki und seit 2000 online. Freiberuflich tätig als Reikimeister/lehrerin, Body-Mind-Analyst, daneben als Guide für Reiki im freenet.Expertenportal sowie journalistisch für das Reiki Magazin.

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