Wege der Ganzwerdung

Spirituelle Filme

Spirituelle Filme sind immer gefragter

Der spirituelle Film ist eine erfrischende Alternative zu den herkömmlichen Filmen, welche die Filmfabriken zu bieten haben. Während Action-, Liebesfilme und Komödien immer dieselben Gefühle von Spannung, Romantik oder Spaß hervorrufen, führen spirituelle Filme zudem noch zu einem Überdenken der eigenen Situation. Sie inspirieren und lassen den Zuschauer für eine kurze Weile innehalten und den Alltag vergessen. Spirituelle Filme erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, zumal nicht jeder spirituelle Film einen Einblick in die Kultur Asiens gewährt, sondern durchaus westlich geschaffen und ausgerichtet sein kann. Selbst Hollywoods Traumfabrik hat mit Mega-Star Julia Roberts in der Hauptrolle in „Eat Pray Love“ das Genre erfolgreich für sich entdeckt. Die meisten spirituellen Filme sind jedoch Dokumentarfilme über einen einflussreichen Karmapa, wie „The Lion’s roar“, oder über die Achtsamkeitslehre des vietnamesischen Zen-Meister Thich Nhat Hanh, wie in „Peace is every step“ oder Spielfilme mit Dokumentarcharakter über das Leben eines spirituellen Menschen.

In Zeiten, in denen die Filmindustrie ihren Zuschauern immer härtere Action, immer brutalere Szenen, aber auch den zunehmenden Drang nach Superlativen in jeder Hinsicht anbietet, ist der spirituelle Film eine erfreuliche Alternative für Freunde des anspruchsvollen Films. Spirituelle Filme wirken wie eine Zäsur in der schnelllebigen Zeit. Die eindrucksvoll bebilderten und tiefgründig erzählten Geschichten ermöglichen es dem Zuschauer, einmal innezuhalten und das Tempo aus dem Leben herauszunehmen, zumindest für die Dauer des Films.

Was sind spirituelle Filme?

Spirituelle Filme sind dazu da, das Bewusstsein des Betrachters auf gezielte Fragen des Lebens zu lenken und eine ganzheitliche Sichtweise zuzulassen. Viele spirituelle Filme sind Dokumentarfilme wie zum Beispiel „Dalai Lama Renaissance“, ein Film über den aktuellen Dalai Lama, der zu einer geistigen Spitzenkonferenz in sein Domizil im Himalaya einlud, um über die Entwicklung dieser Welt zu diskutieren und sich dabei von Kamerateams begleiten ließ. Es gibt aber auch spirituelle Filme in Spielfilmform, die eine Geschichte erzählen und den Zuschauer während des Betrachtens mit auf eine spirituelle Reise nehmen. Neben „Milarepa – Der Weg zum Glück“ sind vor allem die viel ausgezeichneten mongolischen Filme wie „Die Höhle des gelben Hundes“ oder die rührende Geschichte „Das weinende Kamel“, aber auch die westliche Produktion „Die Prophezeiungen von Celestine“ zu nennen.

Hollywood auf dem Weg zur Spiritualität

Keinesfalls ist es so, dass spirituelle Filme zu den laienhaften Produktionen unbekannter Dokumentarfilmer gehören, die allenfalls ein besonders intellektuelles Publikum in kleinen Vorführungen ansprechen. Auch Hollywood – als Synonym für die gesamte westliche Filmindustrie überhaupt gebraucht – hat den spirituellen Film als Genre entdeckt. So kann man erfolgreiche Produktionen wie die Verfilmung des Romans „P.S.: Ich liebe dich“ von Cecilia Ahern mit Gerard Butler in der Hauptrollen ebenso zu den spirituellen Filmen zählen wie die Neuproduktion mit Julia Roberts „Eat Pray Love“. Auch Filme wie „Der Club der toten Dichter“ oder „Mona Lisas Lächeln“ gehören im weitesten Sinne zu den kommerziellen spirituellen Filmen.

Spirituelle Filme – Was bewirken sie?

Spirituelle Dokumentarfilme lenken den Fokus des Betrachters auf ein bestimmtes Thema. Auch spirituelle Spielfilme tun das weitgehend, allerdings führt der Spielfilm den Zuschauer nicht direkt, sondern überlässt es der Handlung, selbst auf den einzelnen zu wirken. Es gibt ein großes Bedürfnis in den Menschen, der gewohnten Alltagswelt kurzweilig den Rücken zu kehren und sich eine eigene Welt zu schaffen, sei es nur, dass man eine andere Welt passiv betrachtet. Spirituelle Filme helfen dabei, neue Sichtweisen zu entwickeln und seinen eigenen Lebensweg einmal zu überdenken.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Noch keine Bewertungen)
Loading...
  • Veröffentlicht in: Medien am 19. April 2011

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.