Der Daoismus

bild von yin und yang mit buddha

Der Daoismus ist neben dem Buddhismus und dem Konfuzianismus eine der bedeutendsten chinesischen Philosophien und Weltanschauungen. Er geht zurück auf Zhuangi (etwa 350 vor Christus) und Laozi. Laozi hat das „Daodejing“ geschrieben, ein Buch über 81 Kapitel. Es handelt von „Dao“, dem Weg mit welchem alles beginnt und zu welchem alles wieder zurückkehrt. Der Mensch soll möglichst wenig in den Verlauf dieses Daos eingreifen, sondern seine natürliche Kraft nutzen. Dadurch soll der Mensch zu innerer Leere und weiterhin zu Gleichmut und Spontaneität gelangen.

Laozi glaubte an die Abhängigkeit und Verbundenheit aller Dinge auf der Welt.

Zhuangi veröffentlichte seine Texte später und griff dabei einige Gedanken Laozis auf. Für ihn strebt der Mensch nach gedanklicher Versenkung und nach Vergessen durch Meditation.

Der Daoismus hatte großen Einfluss auf die chinesische Kultur, aber auch auf andere Bereiche wie Philosophie, Medizin, Wirtschaft und Politik.

Entstehungsgeschichte des Daoismus

Es lässt sich nicht mehr genau datieren, wann der Daoismus entstanden ist. Er hat jedoch seine Ursprünge vermutlich im 4. Jahrhundert vor Christus, als Laozi sein „Daodejing“ veröffentlichte. Im Daoismus werden zahlreiche Gedanken aufgegriffen, welche in China schon seit Anfang des Jahrtausends vor Christus gebräuchlich waren. Hierzu zählen beispielsweise die Vorstellung vom Kosmos, die Lehre der Energie Qi und die Kultivierung des Geistes über Atemkontrollen. .

Verbreitung der Daoisten

daoismus

Zu den bedeudenten Philosophien Chinas zählt der Daoismus

Schätzungsweise leben etwa 60 Millionen Daoisten in der Volksrepublik China eine genaue Zahl lässt sich aufgrund der fehlenden statistischen Erhebung nicht feststellen. Des Weiteren gibt es etwa 3000 daoistische Heiligtümer und ungefähr 25000 Nonnen und Mönche dieses Glaubens.

Weitere 8 Millionen Daoisten befinden sich in Taiwan. Vielen von ihnen sind vor der chinesischen Kulturrevolution unter Mao oder den Einschränkungen der Religionsfreiheit nach Taiwan geflohen. Auch in anderen asiatischen Ländern, wie beispielsweise Malaysia und Singapur, leben gläubige Daoisten.

Unterschiede zwischen philosophischen und religiösem Daoismus

Es wird zwar zwischen philosophischem und religiösem Daoismus unterschieden, jedoch gibt es keine klare Abgrenzung. Häufig wird der philosophische Daoismus als die theoretische Grundlage für den religiösen Daoismus gesehen.

Der religiöse Daoismus konzentriert sich hauptsächlich auf das Streben nach Erleuchtung und dem Streben nach Verbundenheit mit dem Universum durch verschiedene Techniken. Dies soll vor Allem durch Meditation, Konzentration, Atemtechniken und andere Rituale erreicht werden. Während Laozi und Zhuangi den Menschen empfahlen nach einem langen Leben und einem friedlichen Tod zu streben, sehnte sich eine Vielzahl der Daoisten einige Zeit später nach Unsterblichkeit und nach ewiger Glückseligkeit als solcher. Ein weiteres Ziel ist die Rückkehr zum Ursprünglichen. Hierzu begibt sich der Gläubige in den Mittelpunkt eines selbst konstruierten Systems verbindet sich mit ihm. Dadurch kann er die Welt über seinen Geist kontrollieren. Das System besteht aus dem Yin und Yang, welches für zwei gegensätzlich aber dennoch aufeinander wirkende Kräfte steht und den fünf Wandlungsphasen, welche die Veränderungen der Natur beschreiben. Die daoistischen Götter sind häufig eher eine Verkörperung gewisser Funktionen als eigenen Individuen. Die Daoisten glauben an das Paradies und andere Orte der Seligkeit genauso wie an die Hölle.

Auch die Philosophen des Daoismus streben nach einer Verbindung zwischen dem Menschen und dem Universum. In der Philosophie wird dies allerdings weniger durch bestimmte Techniken und Rituale, als mehr durch eine Einstellung des Geistes erreicht. Eine Vielzahl der daoistischen Philosophen beschäftigte sich außerdem damit, wie ein Staat regiert werden sollte und wie Ordnung und Frieden herzustellen sei.

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