Katarina und Peter Michel: Das universelle Heilungsfeld

Michel Das Universelle Heilungsfeld Die neue Dimension des Heilens

Aquamarin Verlag, 188 Seiten, 17,95 Euro

Heilung kann nicht gemacht werden, doch es ist möglich, sich auf den Weg zu ihr zu machen. Unterwegs kann sie sich einstellen, als Geschenk, als Gnade. Hierbei können transzendente Kräfte wirken, die den Heilungsprozess unterstützen. Das ist die Überzeugung der Autoren Katarina und Peter Michel, die sie vielfältig in ihrem Buch „Das universelle Heilungsfeld. Die neue Dimension des Heilens“ darstellen.

Die Frage lautet immer wieder: warum wird jemand krank? Was hat dazu geführt, dass gerade diese Krankheit bei dieser Person ausbricht? Sicherlich lassen sich genetische Faktoren anführen, werden durch Lebensumstände oder andere äußere Einflüsse, wie die Umgebung oder Nahrung und deren Qualität möglicherweise vorhandene Gene „angeschaltet“, die zum Ausbruch etwa einer Krebserkrankung oder anderen chronischen Krankheit führen können. Das ist in der wissenschaftlichen Forschung mittlerweile Gegenstand zahlreicher Untersuchungen. Doch warum ist das so? Und warum bleiben die einen krank, während die anderen genesen, obwohl vielleicht beide die gleiche medizinische Behandlung bekommen? Liegt es allein an den Genen? Oder vielleicht an etwas anderem, das sich dem intellektuellen Begreifen entzieht?

Die Autoren führen in „Das universelle Heilungsfeld“ einen Begriff ein, den sie vielleicht sogar selbst kreiert haben: „Innenweltverschmutzung“. Darin sehen sie eine von vielen möglichen Ursachen für das Entstehen von Krankheiten. Denn irgendetwas muss ja den Boden bereiten, auf dem das sensible Gleichgewicht des Körpers in eine Schieflage gerät und Angriffen nicht mehr angemessen begegnen kann.

Ein Aspekt wird genannt und in diesem vielschichtigem Buch umkreist und von verschiedenen Seiten betrachtet: die Rolle, die das Bewusstsein bei alledem spielt, was Gesundheit und Krankheit ausmacht. Das eigene Denken und Fühlen, die eigene Einstellung zu sich selbst, zum Leben, zu allem, was einem begegnet – darin liegt ein wichtiger Schlüssel für das Wahrnehmen und Verstehen der Gesetzmäßigkeiten des Lebens. Der Volksmund sagt es lapidar: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus!“ Doch was ist, wenn dieser Wald der Mensch selbst, dessen Innenleben, die Innenwelt ist und dieser Mensch hauptsächlich Verletzendes, Zerstörerisches hineinruft oder hineinlässt?

Die Autoren zeigen, dass auch in der Medizin allmählich ein Umdenken stattfindet, eine Wahrnehmungsänderung. Immer mehr Forscher, Mediziner und Wissenschaftler erkennen, so schreiben sie, „die Idee einer ‚Erkenntnis-Botschaft‘ einer Krankheit“ an. Sie zitieren eine Forscherin, welche die Chemie der Gefühle untersucht: „Die Verbindung zwischen Körper und Geist wird – zu dieser Erkenntnis bin ich gelangt – durch die Gefühle hergestellt.“ Diese Erkenntnis ermögliche ihrer Aussage nach ein „neues Verständnis von Gesundheit und Krankheit.“ Es wäre auch Erklärung für die Qualität des Bewusstseins, dessen, was in den Wald hineingerufen wird, um bei diesem Bild zu bleiben. Denn Chemie prägt die Neuronen und diese wiederum verstärken jene Chemie, indem sie wachsen, wodurch mehr Neuronen auf die chemische Botschaft reagieren.

Chemie entsteht auch durch Reaktion auf Worte, die ein Mediziner zum Patienten spricht. Katarina und Peter Michel appellieren an die Ärzte, sie mögen bewusster werden in ihrer Kommunikation mit den Patienten und auf ihre Worte achten, wenn sie eine Diagnose oder Prognose abgeben. Worte haben Macht. Das ist seit uralten Zeiten bekannt, darauf stützen sich Heilmethoden aller Zeiten und Völker. Wenn doch die Ärzte sich dessen klar würden, dass ihre Worte und „jedes therapeutische Vorgehen auf eine Verbindung zum Universellen Heilungsfeld ausgerichtet“ sind! Doch nicht allein Worte helfen heilen, sondern – Hände.

„Heilen mit den Händen ist die wirksamste Heilform, die wir kennen!“ rufen die Autoren aus und führen Studien aus der Energiemedizin an, die belegen, dass kein medizinisches Gerät eine solche Wirksamkeit darin hat, heilsam wirkende Impulse zu geben, wie die Energien, die vom Leben selbst kommen, wenn ein Mensch dem anderen die Hände auflegt. Handauflegen, um heilsame Impulse zu geben, ist laut den Autoren eine Form der Spiritualität, die religionsübergreifend stattfinden kann und den Zugang zu jenem geheimnisvollen Universellen Heilungsfeld öffnen kann.

In den „Schlussgedanken“ weisen Katarina und Peter Michel nachdrücklich darauf hin: „Behalten Sie in Erinnerung: Das Universelle Heilungsfeld heilt durch alle Instrumente, die es vorfindet. Eine medizinische Behandlung ist keinesfalls ‚minderwertiger‘ als eine geistige Heilung!“ Es geht um Reinigung der Innenwelt, um das Verstehen dessen, was krank macht und Gesundheit ermöglichen kann. Und es geht um einen klaren Blick darauf, welchem Heiler vertraut werden kann. Demut wäre ein Merkmal.

Die Autoren beschreiben, dass von der Innenwelt ein Weg zu einem universellen Heilungsfeld möglich sein kann. Wobei das gewissermaßen jenseits der Zeit geschieht, in einem Augenblick, in einem „Jetzt“. Dieser Zugang wäre dem vergleichbar, was als Erleuchtungserfahrung beschrieben wird. Und wie Erleuchtung sich nicht erzwingen und machen lässt, so ist auch Heilung nichts, was sich erzwingen ließe.

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Franziska Rudnick

Veröffentlicht von

Franziska Rudnick praktiziert seit 1996 Reiki und wurde 2010 in England zur Reiki-Meisterin eingeweiht. Franziska ist Redakteurin des Reiki-Magazins. Ihr Buch "Heilende Begegnung", das 12 unterschiedliche Geistheiler portraitiert, ist 2012 im Windpferd-Verlag erschienen.

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