Wege der Ganzwerdung

Kleidung und Wirkung ihrer Farben, sowie Vorschriften für die Arbeit

In vielen Berufen werden Dresscodes bewusst vorgeschrieben

Mit seiner Kleidung sagt der Mensch viel über sich aus. Nachlässig, elegant, sportlich, natürlich, vom Charakter der Kleidung schließt man automatisch auf den Charakter der Person, die sie trägt. Zwar sollte man sich vor übereilten Beurteilungen hüten, aber im Grunde spricht die spontane Wahrnehmung auf vieles an, was eine Person unbewusst als Information aussendet. Die größte Wirkung erzielt die Farbe der Kleidung, denn in ihr sammeln sich ganze Bündel von Einstellungen und persönlichen Informationen. Die Wahl der Farbe einer Kleidung geschieht auch nie völlig unbewusst. Insofern ist die Farbwahl der Kleidung ein typisches Erkennungszeichen.

Deutliche Signale durch Farbe

Farbenkreis Goethe

Farbenkreis von Johann Wolfgang von Goethe

Gedeckte, dunkle Töne im Business-Bereich, Gold-Glamour in der nächtlichen Diskothek, die Grundzusammenhänge der Farbwirkung sind wohl jedem Menschen klar. Was aber macht den Reiz von Farben im Einzelnen aus? Sie erzeugen Gefühle, die sich nur schwer differenzieren lassen. Dadurch dringen sie aber auch in das Unterbewusstsein der Menschen ein. Wer die Wirkungspotenziale der Farben kennt, kann die Form, wie er in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden will, mit seiner Kleidung subtil beeinflussen. Berufsbekleidung lebt geradezu davon, durch bestimmte Farben die Sichtweise von Kunden positiv zu beeinflussen.

Farbwirkung im Corporate Design

Jedes Unternehmen legt sich in seinem Corporate Design auch auf eine besondere Farbwirkung fest. Damit kann man die Charakteristik einer Branche vermitteln (Grün), Seriosität demonstrieren (Grau) oder Signale setzen, die Aufmerksamkeit erzeugen sollen (Rot). Ein Schlüssel zum Erfolg des Corporate Designs liegt darin, dass es konsequent umgesetzt und damit das Unternehmen immer wiedererkannt wird. Das setzt sich bis in die Arbeitskleidung des Personals fort, was natürlich im Verkehr mit den Kunden besonderen Sinn macht. Dabei stehen einige Farben traditionell für bestimmte Berufsgruppen. Kein medizinischer Dienstleister würde auf die Farbe Weiß in der Berufsbekleidung verzichten. In anderen Bereichen ist diese traditionelle Farbe bereits anderen Trends gewichen, wie z.B. bei den Köchen. Aber wer in einem Restaurant in Grün-Rot auftritt, muss auch die mediterrane Küche beherrschen, so jedenfalls nehmen es die Gäste war.

Welche Farben eigenen sich für welche Berufsbekleidung

Natürlich stehen Funktionalität und Verwendungsfähigkeit bei der Wahl der Arbeitskleidung mit im Focus. Da die höchste Wirkung aber von der Farbe ausgeht, sollte sich die Logik aus Angebot und Farbwahl dem Kunden schnell erschließen. Der Sinn der Farbwahl besteht ja gerade darin, schnell das Vertrauen des Kunden zu gewinnen, der erste Eindruck ist immer noch der Entscheidende. Da sind Irritationen fehl am Platze. Deswegen sollte zumindest die Grundorientierung, die ein Unternehmen vermitteln will, farblich stimmen.

Blau steht für Ruhe und Verlässlichkeit, allerdings auch für wenig Emotion. Je tiefer der Blauton wird, desto königlicher wird sein Charakter, je heller die Nuancierung ausfällt, desto kindlicher wirkt sie.

Grün bedeutet nicht nur Naturnähe und Bescheidenheit, sondern auch soziale Kompetenz. Allerdings ist die Grün-Skala am stärksten strukturiert. Damit kann sich auch die Wirkung sehr schnell verändern. Mint- und Pistazientöne fördern den milden Charakter, die Kombination mit Schwarz den Macht- und Autoritätsanspruch.

Gelb und Orange wirken immer optimistisch. Die Farben stehen für Glück und Heiterkeit. Das Zitronengelb aber trägt bereits einen deutlichen Selbstverweis in sich.

Rot ist pures Selbstbewusstsein. Der Träger ist sich klar darüber, dass er die Aufmerksamkeit auf sich zieht, und vertraut seiner Stärke und Durchsetzungskraft.

Violett tragen egozentrische Menschen, Braun wirkt bodenständig. Wer diskret wirken will, wählt immer ein Grau, aber nicht zu dunkel – Schwarz ist die Farbe der Mystik. Das muss nicht immer verkaufsfördernd sein.

Kleider- und Farbvorschriften für die Arbeit

Kleiderordnungen für die Arbeit sind beispielsweise in Kreditinstituten beziehungsweise Banken, Restaurantketten und auch meist im medizinischen und sozialen Bereich üblich. Ein Aspekt ist das Gesamtbild und die Identifikation mit dem Unternehmen. Weitere Aspekte sind auch die Zuordnung des Personals und die Arbeitssicherheit. Bei einigen Kleiderordnungen sind beispielsweise Schuhe zur Sicherheit vorgeschrieben, die Rutschfestigkeit und auch den Schutz der Füße bieten. Um die optische Einheitlichkeit zu gewährleisten, sind oftmals auch die Farben der Schuhe in der Kleiderordnung festgelegt.

Aufgaben des Arbeitgebers

Die Kleiderordnung ist Bestandteil des Arbeitsvertrages. Es gibt einen nennenswerten Unterschied zwischen Arbeitskleidung und Arbeitsschutzkleidung. In ihrer Funktionalität lässt sich zwar beides miteinander verbinden, jedoch nicht bei Verordnungen und Verträgen. Arbeitsschutzbekleidung muss vom Arbeitgeber ohne Kosten für den Arbeitnehmer gestellt werden. Bei der Arbeitskleidung ist es anders. Es bestehen allerdings auch Möglichkeiten, die Kosten für die Arbeitskleidung zu teilen oder auch anders zu finanzieren. Auch die Art der Beschaffung kann auf Vereinbarung anders vonstatten gehen. Es gibt also die eine Möglichkeit, dass der Arbeitgeber beim entsprechenden Versand bestellt und womöglich auch von den Rabatten profitiert und die Mitarbeiter mitprofitieren lässt. Es ist auch möglich, den Mitarbeiter mit Bezugsadressen zu unterstützen.

Welche Farben eignen sich für welche Tätigkeit?

dresscode bank

In vielen Berufen sind Dresscodes vorgeschrieben

Funktionalität und die entsrechende Verwendungsfähigkeit stehen bei der Wahl der Arbeitskleidung mit im Focus.

  • Blau steht für Ruhe und Verlässlichkeit. Je tiefer der Blauton wird, desto erhabener sein Charakter, je heller die Nuancierung ausfällt, desto kindlicher wirkt sie.
  • Grün bedeutet Naturnähe und Bescheidenheit, aber auch soziale Kompetenz. Allerdings ist die Grün-Skala am stärksten strukturiert. Damit kann sich auch die Wirkung sehr schnell verändern. Mint- und Pistazientöne fördern den milden Charakter, die Kombination mit Schwarz den Macht- und Autoritätsanspruch.
  • Gelb und Orange wirken immer optimistisch. Die Farben stehen für Glück und Heiterkeit.
  • Rot vermittelt Selbstbewusstsein. Der Träger ist sich klar darüber, dass er die Aufmerksamkeit auf sich zieht, und vertraut seiner Stärke sowie Durchsetzungskraft.

Kleiderordnung für die Arbeit, optische Einheitlichkeit

In medizinischen Berufen wird auch auf die Wirkung der Farben gesetzt

In medizinischen Berufen wird auch auf die Wirkung der Farben gesetzt

Es wirkt zum einen optisch ansprechender, wenn sich die Mitarbeiter auch sichtbar mit dem Unternehmen identifizieren. Auch ist eine Zuordnung von Personal, zum Beispiel in medizinischen und pflegerischen Bereichen erleichtert. Patienten und Besucher können so gezielt auf das Personal zugehen, wenn beispielsweise Hilfe benötigt wird. Nicht zu verachten ist auch, dass der soziale Stand eines Mitarbeiters nicht erkennbar ist und somit oft auch dem Betriebsfrieden dienen kann.

Kleiderordnung für die Arbeit und dennoch Individualität

Auch in Unternehmen, wo keine einheitliche Arbeitskleidung festgeschrieben wird, kann eine Kleiderordnung bestehen. Vor allem für Mitarbeiter mit Kundenkontakt ist es beispielsweise unerlässlich, für die Tätigkeit angemessene Kleidung zu tragen und ein gepflegtes Äußeres zu haben. Nicht selten sind es je nach Geschlecht Kostüme oder Anzüge, die zur Ausübung der Tätigkeit gehören. Vorgeschrieben werden darf zum Beispiel allerdings nicht die Marke, wenn es nicht gerade der Repräsentation des jeweiligen Unternehmens, also Markenherstellers dient. Auch hier lassen sich für die Beschaffung Vergünstigungen wie zum Beispiel Mitarbeiterrabatt vereinbaren.

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  • Veröffentlicht in: Sinne am 1. November 2012

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