| Sexualität - Taoistische Liebeskunst |
| Geschrieben von Frank Doerr | |
| Montag, 17 Juni 2002 | |
Die Sexualenergie ist eine Energiequelle,die sich extrem schnell im Körper aufbauen lässt und ebenso schnell flüchtig ist. Entstanden als ein Zweig chinesischer Medizin, bietet die taoistische Liebeskunst, wie sie von Mantak Chia in zahlreichen Büchern und Seminaren gelehrt wird, grade Männern einen Weg, diese Energie zu nutzen und zu transformieren; mit positiven Auswirkungen auf Gesundheit, Liebes- und Beziehungsleben. Der wesentliche Punkt in der Praxisder taoistischen Liebeskunst ist für den Mann die Trennung von Orgasmus und Ejakulation. Dies ist mittels verschiedener Übungen möglich, beginnend bei der einfachen Stärkung der Muskulatur während des Urinierens, über die Technik des Fingerverschlusses bis hin zum mental-feinstofflichen "grossen Zug". Dabei handelt es sich hier nicht um reine Techniken sondern wirkliche Kunst: wesentliche Bestandteile oder Begleiterscheinungen dieser Praxis sind das Kennenlernen des eigenen Körpers - womöglich von bislang tabuisierten Zonen und damit einhergehenden Blockaden -, das Erleben und Vertiefen der eigenen Sexualität und eine grundlegende sexuelle Emanzipation des Mannes. Nicht die Partnerin, ihr Fehlen oder sonstige Umstände sind für Glück oder Unglück in der Sexualität verantwortlich, sondern "Mann" selbst. Warum diese Trennung?Mantak Chia beschreibt die männlichen Samenzellen wie winzige Motoren, ein biologisches Kraftwerk im männlichen Körper. Da sie für das Fortbestehen der Spezies unabdingbar sind, räumt die Natur ihrer Produktion höchste Priorität ein. Für einen 18jährigen mag dies keine grosse Bedeutung haben. Im fortgeschrittenen Alter kann sich sowohl das Fehlen dieser Energielieferanten als auch der Abzug der an anderer Stelle benötigten Ressourcen negativ auf Gesundheit und Vitalität auswirken.
Ebenso kennen viele Männer (und ihre Frauen) den Ermüdungseffekt nach dem "Kommen" und das sich oftmals daran anschliessende Einschlafen. Die Länge des Aktes bemisst sich oftmals genau daran, ungeachtet der Tatsache, dass die Partnerin aufgrund ihrer anders gearteten Erregungskurve vielleicht unbefriedigt zurückbleibt. Was, wenn Mann statt dessen den Genuss des Höhepunktes erleben kann, ohne die Lust auf seine Partnerin zu verlieren und dies gar mehrmals hintereinander? Und im Anschluss seine überquellende Vitalität zur Verfügung hat, sei es, um die Nähe mit seiner Partnerin zu geniessen oder sie anderweitig zu nutzen? Der Ausdruck Liebeskunst
weist auch darauf hin, dass es hier nicht um blosse Technik geht,
die womöglich häufig wechselnden Geschlechtsverkehr fördert. Der
Liebesakt mit einem Menschen bedeutet das gegenseitige Teilen der
eigenen Energien mit offenem Herzen. Dass dies kaum mit x-beliebigen
Partnern oder gar bezahlten Kräften möglich ist, liegt nahe - hier
besteht die Gefahr, unerwünschte bzw. schädliche Energien aufzunehmen. Quellen und Verweise
CHIA, Mantak / ARAVA, Douglas Abrams: Öfter, länger, besser, Sextips für den Mann, Der Multi-Orgasmic-Man, München 1997 |
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| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 17 Mai 2007 ) |
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