Die Bezeichnung stammt aus dem Japanischen
und heißt übersetzt soviel wie universelle Lebenskraft. Dieses
System wurde 1922 von dem Japaner Mikao Usui (wieder)entdeckt, deshalb
wird es auch als das "Usui System der natürlichen Heilung" bezeichnet.
Mit dem Usui-System
"kann die natürliche Energie der Lebenskraft aktiviert, verstärkt
und ins Gleichgewicht gebracht werden. Es wirkt ganzheitlich auf allen
Ebenen des menschlichen Daseins, unterstützt und fördert die
Sebstheilungskraft, löst Blockaden und harmonisiert den Energiefluß. Es
geht an die Ursachen des Ungleichgewichts und wird da aufgenommen, wo
es gebraucht wird." (Ziegler, 167) Reiki kann mit anderen spirituellen
und therapeutischen Methoden kombiniert werden, den ganzheitlichen
Heilungsprozeß ergänzen und verstärken. "Es ist unkonfessionell und
steht nicht in Widerspruch zu religiösen oder meditativen Praktiken
oder Einweihungen."(Ziegler, 168)
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Nach der Initiation
"liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen, diese Energie für
sich zu nutzen." (ebd.) Im traditionellen westlichen Reiki-System gibt
es drei Grade. Bei den Einweihungen zum ersten Grad wird der Kanal
geöffnet, so daß Reiki durch die Hände fließen kann. Die SchülerInnen
lernen den Umgang mit der Kraft, vor allem die Formen der Eigen-, Kurz
und Ganzbehandlung. So können sie Reiki bei sich selbst, bei anderen
Menschen sowie bei Pflanzen und Tieren anwenden. Beim zweiten Grad wird
die Reiki-Kraft verstärkt und die SchülerInnen lernen Symbole. "Mit
Hilfe der Symbole kann man Energie auf Personen und Situationen
unabhängig von Zeit- und Raum geben sowie tiefsitzende Denk- und
Gefühlsblockaden auflösen." (ebd.) Danach folgt der Meistergrad, der
eine tiefere Verbindung mit Reiki und seinem inneren Selbst schafft und
befähigt, Reiki zu lehren, d.h. andere Menschen darin einzuweihen.
Reiki wird seit 1983 in Europa gelehrt
und hat sich mittlerweile zur am stärksten expandierenden
Therapieform im Bereich alternativen Heilens entwickelt (vgl. Baginski
in Ziegler, 7). Dies liegt vor allem daran, daß Reiki einfach und
effektiv ist und von jedem schnell erlernt werden kann. Zudem kommt es
elementaren Bedürfnissen entgegen. Der Erwerb des 1. Grades ist vom
Preis-Leistungs-Verhältnis her äußerst günstig (150 - 200 Euro) und
genügt den meisten Menschen auch für ein ganzes Leben. Aufgrund der
schnellen Verbreitung gibt es mittlerweile viele MeisterInnen, die ihre
eigenen Versionen des Usui-Systems lehren, indem es beispielsweise
stark mit anderen Methoden der Heilkunst oder Esoterik gemischt wird.
Seit Anfang diesen Jahrtausends wird Reiki auch durch Ferneinweihungen
und Fernkurse unterrichtet, was zu einem Verlust an Wissen in der Lehre
geführt hat. Die Entstehung immer neuer Reiki-Stile, die zum Teil gar
nicht mehr mit der universellen Lebensenergie arbeiten, erschwert den
Durchblick für Anfänger erheblich.
Für mich ist Reiki die stärkste transformatorische Kraft
und das Usui-System - auch aufgrund der Berührung mit sich und
anderen - die schönste Energiearbeit, die mir auf meinem bisherigen Weg
begegnet ist. Zudem bietet sie neben der Arbeit an sich selbst eine
andere Art "politisch" aktiv zu werden. Denn Menschen des zweiten und
dritten Grades haben Reiki-Netzwerke gegründet, die auf weltweite
Krisensitutaionen (Beispiel Golfkrieg) oder Naturkatastrophen wie das
Waldsterben gezielt und koordiniert Fernreiki schicken.
Die regelmäßige Eigenbehandlung
ist ein wesentlicher Teil der Reiki-Praxis. Der beständige
Einfluss der universellen Lebensenergie kultiviert ein wachsendes
Bewusstsein für persönliche Veränderungsprozesse. Diese
können sich durch innere Bilder und Energiewahrnehmungen oder
auch veränderte Einstellungen und Gefühle ausdrücken.
Praktizierende ab dem zweiten Grad können auch Geschehnisse des
Alltags zum Teil ihrer täglichen Eigenbehandlung machen, sodass
Reiki noch gezielter die persönliche Entwicklung
unterstützt.
Quellen und Verweise
ZIEGLER, Brigitte: Erfahrungen mit der Reiki-Kraft, Aitrang 1992
Weitere empfehlenswerte Reiki-Bücher finden sich auf Reikiland.de.
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