| Irisdiagnose |
| Geschrieben von Diana Dörr | |
| Donnerstag, 23 Januar 2003 | |
Die Irisdiagnose, auch Iriskopie genannt,ist die Kunst und Wissenschaft, Krankheiten und deren Anlagen durch Zeichen, Strukturen und Verfärbungen in der Iris (Regenbogenhaut) zu erkennen. Bei der Augendiagnose (Ophthalmoskopie) wird zur Feststellung der Krankheiten nicht nur die Iris sondern das gesamte Auge mit seiner näheren Umgebung untersucht. Der Entdecker und erste Autor der Irisdiagnose
war ein angesehener homöopathischer Arzt in Budapest, Dr. Ignaz von
Péczely (1822-1911). Péczely erforschte, dass bestimmte Iriszeichen mit
Organerkrankungen im Zusammenhang ständen und dass aus der Lokalisation
dieser Zeichen auf die entsprechenden erkrankten Organe geschlossen
werden könnte. 1881 veröffentlichte Péczely die erste
Iristopographietafel. Jedes Organ spiegelt sich im Krankheitsfallin einem bestimmten Bereich der Iris, dem sogenannten Organfeld wider. Hierbei entspricht das rechte Auge der rechten und das linke Auge der linken Körperhälfte. Die obere Irishälfte umfasst das Feld für die Organe, die Oberhalb der Körpermitte liegen und die untere Irishälfte für Organe, die unterhalb der Körpermitte liegen. Organe, die in der Mitte liegen oder beidseitig vorhanden sind, bilden sich in beiden Iriden ab.
Die Irisdiagnose unterscheidet genetisch bedingte Strukturzeichen, durch Schlackenstoffablagerungen verursachte Pigmente und durch akute Erkrankungen bedingte sogenannte reflektorische Zeichen. Organstörungen zeigen sich in Form von hellen oder dunklen Flecken, Verfärbungen, Verschiebung der Fasern, Zerfaserung oder Auflagerungen im entsprechenden Organfeld der Iris. Die Irisdiagnostik gibt allgemein Aufschluss
über die genetische Disposition zu Erkrankungen. Eine sehr wichtige
Rolle spielt dabei die Konstitution. Durch die Farbe und den
strukturellen Aufbau der Iris können die konstitutionellen Anlagen und
die damit verbundene Erkrankungsbereitschaft erkannt werden. Durch die Irisdiagnose können bereits Krankheitsprozesse
festgestellt werden, die gerade im Entstehen sind, noch bevor sie
klinisch nachweisbar sind und vom Patienten bemerkt werden. Eine
Früherkennung von Krankheitsanlagen und Organschwächen ist für eine
vorbeugende Gesundheitspflege unverzichtbar. Quellen und Verweise
ANGERER, Josef: Handbuch der Augendiagnostik. Puchheim 1975. |
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