| Alchimie - Spagyrik |
| Geschrieben von Diana Dörr | |
| Donnerstag, 10 Oktober 2002 | |
Die Spagyrik ist eine alternative Therapieform
mit jahrhundertealter Tradition und reicht zurück bis in die Antike. Nach Ansicht der Spagyrikerenthält jede Substanz ein reines und gutes und ein dem widerstrebendes feindliches Prinzip. Diese Erkenntnis veranlasste die Spagyriker durch ein geeignetes Verfahren das Gute vom Bösen, das Grobe vom Feinen, das Geistige vom Materiellen, das Heilsame vom Gift zu trennen oder zu scheiden. Diese Scheidekunst nannte man die Ars spagyrica. Hierunter versteht man eine spezifische Methode der Aufbereitung pflanzlicher und mineralischer Substanzen durch Gärung, Destillation, Veraschung, Extraktion und Filtration. Dabei wird die Ausgangssubstanz zunächst in diverse Bestandteile geteilt und dabei das Wertvolle vom Nutzlosen getrennt. Durch eine Art Neukomposition werden die aufgeschlossenen Bestandteile wieder vereint. Das System der Spagyrik hat somit zum Ziel, das gute, aufbauende, heilende und kraftspendende Prinzip einer jeden Pflanze oder Substanz, die zu Heilzwecken genommen werden soll, von dem bösen, zerstörenden, krankmachenden, dem Gift zu trennen und wenn möglich durch Veredelung zu erhöhen. Diese so entstehenden spagyrischen Mittel enthalten die kräftigsten Substanzen in veredelter Form und sind somit therapeutisch heilkräftiger als das Ausgangsmaterial. Sie können vom Körper leicht aufgenommen werden, da sie von Giftstoffen befreit wurden. Sie beeinflussen nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige und seelische Ebene. Grundsätzlich können alle Pflanzen,
jedoch auch Salze und Metalle spagyrisch aufbereitet werden.
"In jedem Ding ist eine Essenzund ein Gift. Essentia ist das, was den Menschen am Leben erhält, Gift ist das, was ihm Krankheit zufügt. Doch für das Unvollkommene, das wir zu unserem Schaden gebrauchen müssen, hat Gott uns einen Alchimisten gegeben, damit wir das Gift, das wir mit dem Guten einnehmen, nicht als Gift verzehren, sondern von dem Guten scheiden können." (ASCHNER, Band 1, S. 25) Quellen und Verweise
ASCHNER, Bernhard: PARACELSUS. Sämtliche Werke in vier Bänden. Jena 1926.
FRITSCHI, Hans-Josef: Spagyrik. Lehr- und Arbeitsbuch. Ulm - Stuttgart - Jena - Lübeck 1997. |
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| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 17 Mai 2007 ) |
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