| Wyda |
| Geschrieben von Frank Doerr | |
| Samstag, 11 Mai 1996 | |
Die Druiden waren die Trägerder keltischen Kultur, deren Ende durch das Vordringen der Römer und des Christentums ausgelöst wurde, da sich dadurch die Werte und Vorstellungen des Volkes wandelten. Ein jenseitsbezogener Glaube trat an die Stelle ihrer erd- und naturverbundenen Philosophie, deren Bestandteil und spirituelle Mitte das Wyda war. So fanden die Druiden kaum noch Schüler, welche die Lehrzeit von 20 bis 30 Jahren auf sich nahmen. Allerdings erreichten die Druiden - im Unterschied zur keltischen Normalbevölkerung - ein hohes Alter, was sie der Praxis des Wyda verdankten. Doch wurden wesentliche Bestandteile dieser Lehre gerade in Irland durch Generationen hindurch weitergegeben und im letzten Jahrzehnt an die Öffentlichkeit gebracht. Wyda hat aller Wahrscheinlichkeit nachden gleichen Ursprung wie Yoga. Es wird in drei Stufen unterteilt, die jeweils aus drei Abschnitten bestehen. Die erste große Stufe besteht zum wesentlichen Teil aus Körperübungen. Diese wirken auf die drei Energiefelder des Menschen, welche in das vitale (Sitz in Unterleib/Bauch), das emotionale (Brustbereich) und das mentale (Kopf) Feld unterteilt werden. Hier gibt es Parallelen zur Chakrenlehre. Die drei kleinen Stufen zielten jeweils auf Stärkung, Harmonisierung und Vereinigung dieser Felder ab. Nach Vollendung dieser Stufe - die gekoppelt war mit vielen anderen Lerninhalten - galt der Adept als Druide, doch dauerte seine Lehrzeit an, bis er auch die zweite Stufe, diejenige der Magie, gemeistert hatte. An der letzten, der Stufe der Befreiung, arbeiteten die Druiden dann ihr ganzes weiteres Leben lang.
Wyda sollte regelmäßigjeden Tag praktiziert werden. Der ideale Übungsort wäre eine einsame Wiese in einer Waldlichtung mit einem kleinen Bächlein, in einer bergigen Gegend gelegen. Da dies oft nicht möglich ist, trägt der Übende Natursubstanzen mit sich, die er in einer Art kleinem Ritual zu einem Energiemuster aufbaut. Dies wirkt intensivierend auf die Übungen, die innerhalb des Musters ausgeführt werden. Das Ritual und verschiedene Übungen werden mit dem Singen der Energietöne verbunden. Der Ton Ah wirkt auf das Vitalfeld, Oh auf das Emotionalfeld und M auf das Mentalfeld. Weitere Grundlage für die Übungen ist die korrekte Ausführung der Druidenfaust. Ebenfalls sinnvoll für die Wyda-Praxis sind bestimmte Ernährungsgewohnheiten. Die Übungen, welche Gesundheit, geistige und körperliche Stärke bewirken, sollen sich auch im Alltag durch das Bemühen zu bewußterem Leben und Handeln widerspiegeln. Denn das Gelernte sollte man jederzeit in alle Lebensbereiche einbeziehen: "Was nützt uns eine spirituelle Erfahrung, die nur während einiger Minuten am Tag gelebt wird, um gleich darauf in Vergessenheit zu geraten?" (SCHWARZ/SCHWEPPE/PFAU, 52) Neben seiner Ganzheitlichkeitaufgrund seiner Wirkung auf Körper, Geist und Seele und der Unterstützung des spirituellen und persönlichen Wachstums hat Wyda einen großen Vorteil: Eine geistige Lehre, die innerhalb eines Kulturkreises entwickelt wurde, trägt dessen Besonderheiten "in gesteigertem Maße Rechnung und ist deshalb auch für eben diesen Kulturkreis besonders geeignet." (ebd., 11) Quellen und VerweiseSCHWARZ/SCHWEPPE/PFAU: Wyda - Die Kraft der Druiden, Freiburg 1989 Amulette und Schmuck der "Kelten" sind aufgrund ihrer Ausdruckskraft und Symbolik seit jeher sehr beliebt - bei Avalon's Treasury finden Sie viele zeitlose Schmuckdesigns und Infos zur Bedeutung magischer Amulette und zum Glauben der Kelten.
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